Kalender Sternenfotografie im Chiemgau

Astro-Landschaftsfotografien und ihre Entstehungsgeschichten

 


Das Wichtigste zuerst: Der Kalender kostet € 18,- inkl. Porto und Verpackung und könnte per Email hier bestellt werden:
poenitz@faszination-erde.de
Einfach Adresse und Stückzahl durchgeben, erst kommt meine IBAN, ein paar Tage später dann der Kalender.

Falls Euch die Motive Euch gefallen und Ihr selber solche Fotos machen möchtet:
am 14.10. und 15.10. finden zwei Fotoworkshops, nur zur Sternenfotografie, in Ruhpolding statt.
Hier die Verlinkung zu den Infos.


Und nun die Stories zu den einzelnen Motiven. Ich fasse mich kurz.

 

Das Titelbild: An der Unternbergalm

Es ist das erste komplexere Bild dieser Art von mir, gemacht am 20. April ´20 im ersten Lockdown. War halt sonst nix zu tun, nech. Ein Panorama aus fünf Hochkant-Ausschnitten nebeneinander. Jeder Ausschnitt wurde wiederum fünfmal fotografiert und diese Bilder dann „ineinandergerechnet“. So produziert man ein möglichst detailreiches Basisfoto für die spätere Bildbearbeitung.
Ich war am Abend aufgestiegen, habe den Sonnenuntergang mitgenommen und dann den Wecker auf 2h30 gestellt. Das Galaktische Zentrum der Milchstraße taucht im Frühjahr erst in der zweiten Nachthälfte auf. Die Alm war natürlich geschlossen, aber der Wirt hatte ´ne Kiste Bier draußen platziert. Für 2€ bekam bzw. holte ich mir Abendessen und Frühstück. So eine Münze habe ich immer im Rucksack, mit der öffne ich normalerweise irgendwelche Schrauben an den Kameras und Stativen. Doof, mein Trinkwasser völlig umsonst nach oben geschleppt. Weg damit.
Hätte selber nicht gedacht, dass ausgerechnet mein erstes Bild dieser Art es irgendwann mal auf ´ne Titelseite schafft.





Der Januar: In der Nähe des Klosters Maria Eck

Die Aufnahme ist mit ´nem Fisheye- Objektiv gemacht, im Rahmen eines Zeitraffers. Ich habe nochl ca. 500 zusätzliche Bilder vom untergehenden Mond. War beim Durchgucken der Fotos ganz überrascht von dem Wischeffekt, wie ich weiter vorne an einem zweiten Stativ rumhampel. "Menschen nachts im Schnee bei der Arbeit". Der Wischeffekt bringt eine gewisse Dynamik und Authentizität in die Aufnahme. Ein paar Monate später las ich, dass es in Künstlerkreisen für dieses Phänomen tatsächlich eine Bezeichnung gibt: Serendipity- der glückliche Zufall! Von da an habe ich was geplant...



Der Februar: Der Wasser- Dino auf der Steinplatte

Eine weitere kalte Nacht auf der Steinplatte. Viele Meter zwischen den Dinos des Triassic Park gemacht und mit insgesammt drei Kameras fotografiert. Dieser Dino ist im Sommer gar nicht sichtbar, weil meist unter Wasser. Aber im Winter verspritzen die Schneekanonen das Wasser dann auf die Pisten und man kann ihn ganz gut fotografieren. Das pfeilartige Sternbild links vom Maul ist der Orion.



Der März: Steg in Chieming

In der Nacht hatte ich 4 Kameras mit Heizmanschetten auf Stativen in der Region aufgestellt, die alleine vor sich hin tackerten. Sie machten Zeitraffer von Mondlicht, Schattenläufen und wandernden Sternen. Bei Vollmond scheint es nachts taghell zu sein. Mehrfach habe ich mit dem Auto meine Geräte kontrolliert, die über etliche Kilometer verstreut standen. Zu der Zeit wanderte ein Wolf durch die Region. Da ist man beim Aussteigen aus dem Auto, mitten auf´m Feld, schon ein bisschen konzentrierter.



Der April: Hinterm Staubfall auf der Grenze zu Österreich

Die Aufnahme stammt auch aus der Lockdown- Zeit. Das muss man sich mal vorstellen: da verhängen die Psychos in der Politik Ausgangssperren nach 21 Uhr für Oberbayern zwischen den Bergen. Mir als Fotografen hätte man tatsächlich ein Bussgeld verpassen können, weil ich nachts mit dem Auto zu Waldparkplätzen gefahren bin. Aber wen sollte ich nachts, im Winter, in den Bergen anstecken? Und womit, wenn ich selber nicht krank bin? Bei Krankheit würde ich nachts sicher nicht in der Kälte rumlaufen.
Das Licht links oben stammt von meiner Stirnlampe. Exakt dort befindet sich die Grenze zu Österreich. Es war tatsächlich ein rot-weisses Baustellenband gespannt, welches selbstverständlich von mir nicht überklettert worden ist.





Der Mai: Windige Nacht auf dem Hochfelln

Weitere Texte kommen bald...


Der Juni: Die Milchstraße hinter dem Sonntagshorn


Der Juli: 270- Grad- Panorama vom Rauschberg


Der August: Klettersteigabschnitt "Knieschladerer" auf der Steinplatte


Der September: Sternspuren über dem Golfplatz Ruhpolding


Der Oktober: Adams Fingerspitze auf dem Rauschberg


Der November: Oberhalb der Bründlingalm


Der Dezember: Blick von der Steinplatte